Was ist was?

Kranke Kinder haben im Vergleich zu Erwachsenen besondere Bedürfnisse. Das gilt auch für rheumatologische Erkrankungen. Lesen Sie auf dieser Seite, was das genau ist: Kinder-Rheumatologie.


Rheumatologie bei Kindern

Rheuma ist eine chronische Entzündung von Gelenken bzw. der Gelenkinnenhaut (Synovia), für die es keine bisher bekannte Ursache gibt. Aktuell wird die Rheumaerkrankung im Kindesalter Juvenile Idiopathische Arthritis (JIA) genannt. Juvenil heißt Beginn vor Vollendung des 16. Lebensjahr, idiopathisch bedeutet die Ursache ist unklar und es muss eine Arthritis als Schwellung, Überwärmung und Funktionsstörung eines oder mehrerer Gelenke über 6 Wochen bestehen und es gibt keine Krankheit, z.B. eine Infektion oder Verletzung, die die Beschwerden erklärt. Diese Definition des kindlichen Rheumas ist von der internationalen Liga gegen Rheuma (ILAR) verfasst worden, um das Krankheitsbild zu beschreiben. Darüber hinaus gibt es jedoch viele Erkrankungen, die rheumatische Beschwerden im weitesten Sinne machen, d.h. Beschwerden am Muskel-, Sehnen- und Gelenkapparat. Dies können beispielsweise Bindegewebserkrankungen wie Kollagenosen sein, jedoch auch Muskelerkrankungen oder Knochenhautentzündungen. Der Rheumatologe beschäftigt sich also mit dem eigentlichen kindlichen Rheuma (JIA) und den Möglichkeiten anderer Erkrankungen, die rheumatischen Beschwerden machen können.

Die kindliche Rheumaerkrankung (JIA) wird in mehrere Untergruppen eingeteilt, die sich nach der Art des Verlaufes und einiger anderer Besonderheiten unterscheiden. Es ist nicht möglich, durch einzelne Untersuchungen oder Laboruntersuchungen Rheuma eindeutig zu beweisen. Entscheidend ist die Zusammenschau aller Befunde bei vorhandener Gelenkentzündung. Das macht die Diagnose von kindlichem Rheuma schwer, zumal es auch viele Gründe für Beschwerden am Muskel-/Knochensystem gibt, die nicht rheumatischer Natur sind. Insgesamt sind rheumatische Erkrankungen bei Kindern im Vergleich zur »Erwachsenenmedizin« selten, jedoch treffen sie bei Kindern auf einen noch »unreifen« Organismus, den sie in seiner weiteren Entwicklung stören können. Daher müssen rheumatische Erkrankungen im Kindesalter schnell diagnostiziert und behandelt werden.

Wird die Diagnose JIA gestellt, erfordert das eine entsprechende Therapie und umfassende Betreuung. In das Behandlungskonzept einbezogen werden bei uns Augenärzte, Orthopäden mit Erfahrung im Umgang mit Kindern, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Psychologen, Lehrer und Selbsthilfegruppen.
Die Betreuung erfolgt hier im Wesentlichen ambulant, jedoch können je nach Situation und Schwere der Erkrankung, auch stationäre Aufnahmen nötig werden.

Darüber hinaus besteht eine enge Vernetzung mit der Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR) und den Kollegen in der Region (Rheuma-Liga-NRW).


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Auf allen Stationen der Kinderklinik steht unseren Patienten kostenlos ein individueller Internetzugang per WLAN zur Verfügung. Bitte melden Sie sich als Erziehungsberechtigter montags bis freitags zwischen 10.00 Uhr und 11.30 Uhr im Raum U35, um die Formalitäten zu klären. Eltern können, je nach Verfügbarkeit und Umständen, ein Notebook für Ihre Kinder ausleihen. Über zweckgebundene Spenden zur Anschaffung zusätzlicher Notebooks können Sie sich hier informieren.

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